Das Motto 2027: Fluchtpunkte
Für die Ausgabe 2027 hat sich der Vorstand des Vereins Kultourtage ein Motto vorgenommen. Das Thema »Fluchtpunkte« soll eine noch engere Zusammenarbeit der verschiedenen Kunstsparten ermöglichen. Dabei war es wichtig, einen inhaltlichen roten Faden zu formulieren, der Raum schafft für neue Ideen, ohne die diversen Künstler:innen in ein Korsett zu zwingen. Das Motto kann Fragen auslösen, die in der heutigen Zeit der nahen und fernen machtpolitischen Konflikte und Kriege unseren Alltag mitprägen. Welchen Stellenwert haben Fluchtpunkte für das Individuum wie auch für Lebensgemeinschaften? Können wir uns eine Flucht ins Innere leisten? Wäre es nicht viel wichtiger, gesellschaftliche Fluchträume zu schaffen? Soll künstlerisches Schaffen ins Kontemplative fliehen, die Welt hinter sich lassen oder zum mahnenden Spiegel werden, das Publikum auffordern, angesichts der Verwerfungen alternativ zu handeln? Wann kippt der Wunsch zu fliehen ins Wegschauen? Was bedeutet es, fliehen zu wollen, aber nicht zu können? Ist das Leimental ein Fluchtpunkt, der seliges Vergessen verspricht, oder notwendiges Exil, um Kraft zu schöpfen, dem bedrohlichen Draussen noch standhalten zu können? Oder gilt es, eine Balance zu finden zwischen diesen »Fluchtpunkten«…?